Sonntag, 20. März 2022, 17 Uhr:

Tin Matu: Daniel Gebauer (Saxophon, Posaune & Blues-harp: Mundharmonika) und Tilo Wachter (Hang, armenische Flöte: Duduk & Stimme)

 

Wer hat‘s erfunden? Die Schweizer! Die Hang wurde im Jahr 2000 in Bern entwickelt und ist das derzeit neueste Instrument der Welt. Als eine Weiterentwicklung der karibischen Steeldrum (Ölfass) vereint die Hang als einziges Instrument Perkussion, Harmonie und weiche Töne zu einem unverwechselbaren obertonreichen Klang. Der aus dem Badischen stammende Tilo Wachter ist mit seinen Kompositionen für Hang seit 2002 national und international auf Tour.

2017 starteten Tilo Wachter und der in Lüneburg lebende Saxophonist Daniel Gebauer ihre Zusammenarbeit mit der Konzerttour "Aussichten“. Diese führte sie auch in die PianoKirche, die Besucher waren fasziniert und begeistert. Im Februar 2021 ist ihre CD "Libelle" erschienen, die in St. Cyriak in Sulzburg bei Freiburg im Breisgau aufgenommen wurde, mit über 1000 Jahren eine der ältesten Kirchen Deutschlands.

Daniel Gebauer ist bekannt für seinen meditativ-expressiven Stil, verschiedene Saxophone, Posaune und auch Blues-harp (Mundharmonika) zu spielen. Gemeinsam verweben die beiden in "Libelle" mehrschichtige Melodien und fremd klingende Gesänge zu einer magischen Klangreise. Sie spannen akustische Räume auf, die jeder Zuhörer wie von selbst mit seinen ganz eigenen Gefühlen und inneren Bildern füllt. Die Stücke, die Tin Matu für vier Hang und Saxophon entwickelt hat, scheinen immer wieder anderen Landschaften und Kulturen zu entspringen – weit entlegen und doch ganz vertraut. In einem unverwechselbaren Stil entwickeln sich meditative Melodien zu einer virtuos perlenden Mehrstimmigkeit. Wie von Gipfel zu Gipfel über weite Täler gerufen: Daniel Gebauers heisere Saxophonklänge im Dialog mit Tilo Wachters kraftvoll-archaischen Gesängen, die an Flamenco und alte persische Gesangstechnik erinnern.